Der grüne Bildungssprecher Harald Walser hat nun als erster die grüne Position gegenüber dem konfessionellen Religionsunterricht gelockert und den üblichen Fehlschluss korrigiert. In seinem Gastkommentar im Standard schreibt er:
Befürworter des jetzigen Zustands meinen, der konfessionelle Unterricht in der Schule verhindere ein Abwandern der religiösen Erziehung in die Hinterhöfe von Moscheen und Sektenkirchen. Genau das aber leistet die jetzige Regelung nicht: Gerade fundamentalistisch eingestellte Eltern melden ihre Kinder nicht selten vom Religionsunterricht ab.
Bisher war das das grüne Hauptargument den Religionsunterricht als Pflichtfach in den Schulen zu belassen (siehe Religionsunterricht an den Schulen?, Das Grüne Kreuz mit dem Religionsunterricht). Die Auflösung dieses Argumentationsmythos ist ein wichtiger Schritt Richtung Trennung von Staat und Religion.